Anfang 2010 können wir einen Wechsel, einen Kipppunkt vom populären Begriff „Neue Medien“ (blau) zu „Social Media“ (rot) beobachten:

Google Trends Neue Medien / Social Media
Google Trends Neue Medien / Social Media

Original Link zur Google Trend Grafik

Bis 2010, dem nahenden Ende der zweiten World Wide Web Dekade war alles Neu und die „alten“ Medien im Vergleich noch immer recht frisch in der Erinnerung.

Alte Medien
"Alte Medien"

Die heutige Generation der Teens und frischen Twens kennt diese Medienwelt nicht mehr. Sie sind in den stets Neuen Medien aufgewachsen – in einer exponentiellen Flut neuer Endgeräte, Web Technologien und -Anwendungen.

"Neue Medien"
"Neue Medien"

Das „Neue“ ist uns also recht vertraut geworden und wir entdecken zunehmend, was das „Neue“ an den Medien eigentlich konkret bedeutet. Im letzten Bild sind es die Verbindungslinien im Media Space zwischen den Menschen und Endgeräten. Die „Neuen Medien“ haben sich also als „soziale Medien“, als „Social Media“ entpuppt. Ein medialer Raum, der es (theoretisch) Menschen in allen sozialen Schichten grenzübergreifend ermöglicht, Botschaften/Wissen interaktiv zu senden, zu empfangen, zu propagieren, zu modifizieren, zu vernetzen/verknüpfen.

Von der Dominanz des produzierenden „Neu“ der Industrie muss es also jetzt zum etablierenden „Sozial“ der Mediengesellschaft übergehen. Konkret heißt das, Menschen aller Schichten den Zugang zum Social Media Space zu ermöglichen und aktiv unsere Medienkompetenz (englisch media literacy / Medien Lese- und Schreibfähigkeit) zu fördern, damit wir als Individuen und Organisationen das Potential sozialer Medien voll ausschöpfen können.