Meine heutige MittagsQuest:
Zwei Regierungswebsites unter einem schnellen Lupenblick: USA & Deutschland

USA: Social Media & Open Government – http://www.whitehouse.gov
Deutschland: Magazin aus „erster Hand“ – http://www.bundesregierung.de

Zum ersten Mal habe ich mir heute die Website vom Weißen Haus seit Obama angeschaut und mir entfuhr bereits in der ersten Minute ein großes  „Wow!“: Nicht nur unter dem Aspekt der Ästethik und der Usability, d.h. übersichtlichen, effektiven Navigierbarkeit der Informationen, sondern primär durch die kompetente Anwendung von Social Media, die wir ja bereits im Wahlkampf Obamas beeindruckend erlebt haben.

Social Media entspricht dem demokratischen Geist , weil es  auf dem partizipatorischen  „Empfangen/Senden“ Modell basiert.  Bereits auf der Startseite vom http://www.whitehouse.gov erhalte ich prominent sichtbar unter der Überschrift „Bleib verbunden“  die Möglichkeit zur Beteiligung. Mit einem Klick lande ich auf den Facebook, Youtube, Twitter, MySpace, Vimeo, Flickr und iTunes Pages der Regierungswebsite.

Das heißt im Klartext, dass die Regierungswebsite ihre Kommunikation über Video, Audio, Bilder, Texte, Kurznachrichten auf stark frequentierte Social Media Networks auslagert, die alle die Möglichkeit zum Dialog und zur Weiterverbreitung durch Integration in andere Websites bieten. Kurz: Ein viraler Dialogeffekt.

Einen Hyperjump weit entfernt besuche ich unsere Regierungswebsite auf http://www.bundesregierung.de

Auf der überladenen, nüchtern und für mich unattraktiv designten Website streiche ich mit der Maus über das Logo oben links, woraufhin sich „Die Bundesregierung“  in ein „Regierung Online – Wissen aus erster Hand“ verwandelt. Hier spricht das grundlegende Modell unserer Regierung:
Ein informatives Online Magazin aus der (ersten) Hand der Regierungsredaktion. Vergeblich suche ich eine Möglichkeit , zurück zu kommunizieren oder beteiligt zu sein.  Zwar kann ich mir in der Mediathek Videos und Bilder anschauen, es fehlt jedoch die Möglichkeit der Integration in z.B. meinen Blog hier oder andere relevante Websites. Auch die Artikel kann ich nicht mit einem Klick in Publikations- und Social Networks übertragen und so Dialogfähig machen, wie es das Weiße Haus anbietet.

Beeindruckt hat mich auch das Transparenz-Modell der Open Government Initiative auf http://www.recovery.gov. Hier kann ich nach deutlichen Kriterien den aktuellen Stand der Budgetverteilung attraktiv aufbereitet und Wochenaktuell abfragen.

Fazit: Das Weiße Haus unter Obama ist das Musterbeispiel einer transparenten Regierungswebsite, die den Geist von Social Media nicht nur intellektuell begriffen hat, sondern lebt.

Beim Klick auf den Facebook Button ploppt ein Fenster auf, um mich zu verabschieden – in der Hoffnung, dass ich Freude an meinem Besuch hatte. Ein kleiner Button gibt mir die Möglichkeit, dem Web Team der Regierungswebsite ein Feedback zu senden. Genau das werde ich jetzt tun und habe dann meine

Mittagsquest accomplished

P.S.:
Mit einem Klick konnte ich z.B. dieses relevante Video direkt von der Regierungswebsite hier publizieren: