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André Boeing / Cyberhippie

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Heute schenke ich einer Pferdebremse  ein ruhiges Frühstück

oder: Interkulturelle Kommunikation zwischen 2 Spezies, eine kleine Übung.

bremsenfruehstueck

Sommerzeit – Partyzeit und Hauptsaison für das Insektenvolk. Am Tage nerven Fliegen und Pferdebremsen mit Hektik und scharfen Bissen. In der Nacht übernehmen Mücken ihr nerviges Liedchen am Ohr und juckendes Saugen am Tag danach.

Wir Menschen zerschmettern jene Nerver für Gewöhnlich klatschend und mit wütendem Elan…oder lassen sie im Kleber langsam verenden, während wir zahlreich Sprühzeug für unsere Haut verwenden.

“Nutzlose Biester – die saugen doch nur Blut und nerven mit ihrer Hektik” sagen wir uns ethisch Erhaben fühlend, während wir das nächste Biest zerquetschen.

Ironie eigentlich – denn das Menschenvolk saugt enorme Mengen Blut – nicht nur von der gesamten Erde und Millionen von Spezies – auch voneinander und besonders von anderen Säugetieren. In unserer eigenen nervigen, raumeinnehmenden Hektik schlagen wir das Fliegenvolk um Längen.

Heute entscheide ich mich zur Abwechslung, einem Vertreter vom Volk der Pferdebremsen – ganz interkulturell bemüht 😉 – ein ruhiges Frühstück zu schenken und dabei Zeit mit ihm oder ihr zu verbringen. 

Zeit – ja Zeit braucht sie. Mehr als 20 Minuten nuckelt sich gleich einem Säugling an ihrer Einstichstelle auf meiner Haut. Ich habe sie ruhig landen lassen. Sie hat Betäubungs- und Blutgerinnungsmittel mit an Bord und so betäubt sie mich in aller Ruhe – denn ich verscheuche sie nicht. Ein Arzt könnte auch nicht schmerzlos betäuben, wenn wir uns als Patient ständig hektisch wehren. Ich merke den Einstich nicht – auch später, als sie ihre langen Klammern weiter herum bohrt. 

Eigentlich ist ihr Gesicht recht niedlich. Die Insektenaugen groß nach oben gerichtet, grinst sie mich mit einem Smiley Gesicht an, während sie weiter nuckelt. 

Der Rest ist Unspektakulär. Ruhig verbringen wir 30 Minuten miteinander. Ein gemeinsames Frühstück. Und doch kehrt eine wohltuende Verbundenheit ein – Frieden, Mitgefühl, Nächstenliebe und ein dankbares “Wow – wie wunderbar doch die Verschiedenheit des Lebens ist”. Wir verabschieden uns voneinander…

Als sie fliegt, gerinnt mein Blut wunderbar. Als ich den heilenden Propfen später wegstreiche, ist so gut wie Nichts zu sehen. Auch ist kein Jucken spürbar.

Ich empfehle diese kleine Übung. “Heute schenke ich einer Pferdebremse ein ruhiges Frühstück” als Interkulturelle Friedensübung und freue mich auf ein Mit-Teilen Eurerseits.

Wenn ein Verhalten ungewollt ist, wird es gelebt. Wenn es gezielt gewollt ist, wird es nicht erfüllt

Minecraft Server Projekt – Die Jugendgruppe der Medienwerkstatt beginnt das Gemeinsame mit einem deftigen Gegeneinander. Die Stimmung sinkt, heizt sich auf, wird gereizt und aggressiv. Dabei war doch gerade Kooperatives Bauen so “pädagogisch gewollt”.

Die Idee ploppt in der Gruppe auf, ein PvP > Spieler gegen Spieler Game in der Minecraft Wildnis zu organisieren und zu zocken.

Das Gegeneinander ist nun gewollt…aus der Gruppe heraus. Kooperation am “gemeinsamen Gegeneinander” übernimmt nun die gereizte Stimmung. Enthusiastisch und als Team organisieren sich die 2 Fraktionen. Selbst die Fraktionen kooperieren in der gemeinsamen Festlegung der Spielregeln.

Fazit:
“Wenn ein Verhalten “pädagogisch” ungewollt ist, wird es rebellisch gelebt. Wenn es gezielt gewollt ist, wird es nicht erfüllt”

A Gamedesign Project with and for Young people playing with the 5 Levels within the Confirmation Rite of initiation: Be, Trust, Listen, Believe, Belong

Streaming towards a new horizon

Gaiacraft – ein transmediales Abenteuer Projekt für und mit jungen Menschen

Eine transmediale Geschichte ist eine interaktive Geschichte, die über mehrere Medienkanäle hinweg erzählt wird. Dabei ist das Publikum ein Teil der organischen Geschichte und gestaltet sie maßgeblich mit.

Das „Story Universum“ von Gaiacraft wird durch ein eBook, iBook, Hörbuch – durch ein Multiplayer Online Spiel in Verbindung mit einer Game Community und durch Geo Abenteuer, die mit dem Handy in der „realen“, lokalen Welt gespielt werden können lebendig.

Der medienpädagogische Teil von Gaiacraft bezieht Jugendliche und junge Erwachsene in die aktive Gestaltung des „Story Universums“ mit ein und vermittelt dabei spielerisch Medienkompetenzen. Die verfügbaren Aufgabenbereiche sind vielfältig und können so individuellen Neigungen entsprechen. Z.B. kreatives Schreiben, Game Design, Web Design, Grafik Design, Programmierung, Videoproduktion, Game Server Administration, Community Betreuung, usw.

Aktive Mitarbeit findet in Medienwerkstätten lokaler Jugendeinrichtungen und auf der begleitenden Online Plattform statt.

Die Geschichte von „Gaiacraft“ handelt von den „Weltenwanderern“. Diese Gruppe von Menschen ist vom Schicksal geplagt, denn die „Wanderer“ wissen nie, wann sie einmal mehr durch Zeit und Raum in andere Welten katapultiert werden. Jede Welt hat ihre eigenen „Epic Fails“ und Herausforderungen und die Weltenwanderer sind berufen, sich diesen proaktiv zu stellen. Dabei werden sie Schritt für Schritt vom mysteriösen Mentor Sapiens in ihre Gaiacraft begleitet.

Gaiacraft ist von der griechischen Bezeichnung „Gaia“ für unsere lebendige Erde und von Craft (Handwerk, erschaffen) abgeleitet. Gaiacraft ist somit das schöpferisch-kreative Handwerk, als Teil einer lebendigen Erde für eine lebenswerte Globalkultur zu wirken.

Das narrative Element der „Weltenwanderer“ bietet gerade jungen Menschen einen Identifikationspunkt – denn besonders in der heutigen Zeit wechseln sie häufig spontan und nahtlos zwischen verschiedenen (medialen) Welten und Ansprüchen. In Gaiacraft werden sie selbst zu einem Weltenwanderer und sind Teil der Geschichte.

Transmedia mag ein wachsendes „Buzz Word“ sein und doch trifft es dabei einen Evolutionspunkt – eine Medienkonvergenz der stets „neuen Medien“. Schauen wir uns diese Grafik an und erhalten ein erstes „Aha!“ zum Thema Transmedia

Robert Pratten – Getting started in Transmedia Storytelling

Im ersten Bild sehen wir eine Geschichte, die in 3 Medienformaten erzählt wird. Cross Media… Wir können die Geschichte sehen, spielen und lesen – doch getrennt voneinander, jedes Medium für sich.

Im zweiten Bild wird die Geschichte durch die verschiedenen Formate miteinander zu einem(!) Story Universum verwoben: Transmedia.

Ein Beispiel aus unserem transmedialen Ferientest: Ein Comic führte die Teilnehmer in die Geschichte ein und motivierte sie zum Einstieg in das MMORPG . Die Spieler/innen mussten in der virtuellen Welt unseres Online Rollenspiels ein Buch in einem Hauskeller finden. Dieses Buch enthielt einen Passwort Schlüssel, mit dem sich auf der Community Website ein Blogbeitrag öffnen lies. Dieser Blog Beitrag zeigte einen kurzen Film und Text, sowie eine Google Map mit ungefähren Geo Locations. Die Spieler/innen mussten sich dann mit den Hinweisen in der lokalen, physischen Welt auf den Weg machen und fanden das nächste Puzzlestück der Geschichte in einer alten Uhr – in einem Antiquariat in ihrer Stadt.

Die Medienformate – die Puzzle-Teile Comic, Online Rollenspiel, Website/Blog, Video, Geo Location und lokale Schnitzeljagd verschmolzen also nahtlos zu einem Storyuniversum. Die Geschichte selbst wurde zu mehr als die Summe ihrer Teile und sie lebte von der Interaktion der Teilnehmer.

Das Storyuniversum muss, wenn es interaktiv, organisch und dynamisch sein möchte, eine offene Identifikationsmöglichkeit bieten, bei der die Teilnehmer/innen ihre eigene Figur in die Geschichte weben können. Das heißt aber nicht, dass man zwingend auf die klassischen Protagonisten verzichten müsste. Im einleitenden (Hör)buch gibt es einen solchen Protagonisten: den Weltenwanderer. Vom Schicksal geplagt wechselt dieser spontan und zu ungeahnten Zeitpunkten Welten und Zeiten und muss sich ihren jeweiligen Herausforderungen stellen.

Besonders die Generation@ besteht aus solchen Weltenwechslern: Der Sprung zwischen einem Fantasy Rollenspiel, zu einem Science Fiction Endzeitshooter, zu den Celebrities im Fernsehen, dann in die Familie, Schule, Freundeskreise ist häufig spontan und nahtlos. Der fiktiv geschichtliche Mythos der „Weltenwanderer“ bietet somit einen Identifikationspunkt. Am Ende der einführenden (Hör)buch Geschichte wird offenbar, dass es viele Weltenwanderer gibt und diese Gruppe spezieller Menschen nun im weiteren Lauf zusammen trifft. Hier beginnen die Teilnehmer/innen ihre eigenen Charaktere zu entwicklen und in die Gesamtgeschichte über verschiedenste Formate einzuweben.

Unsere primäre Medienplattform, unsere Einstiegsstelle in das Abenteuer aber bleibt das Multiplayer Online Rollenspiel in Kombination mit der Website. Hier nutzen wir das Videospiel Phänomen Minecraft, das bei unseren Jugendlichen seit einem Jahr für Dauermotivation sorgt. Nicht nur das Open End Spiel Minecraft ist nach dem Legoprinzip aufgebaut , bei dem man Bausteine minen und finden kann, um damit beeindruckende 3D Werke zu schaffen. Auch die auf Java basierende Minecraft Architektur selbst ist ein großes Baukastensystem. So können wir beim Anbieter Nitrado einen günstigen Gameserver mit einer komfortablen Web Verwaltung mieten und über das gigantische Open Source Plugin Verzeichnis Bukkit unseren Gameserver mit den für unsere Story benötigten Funktionen erweitern. Darunter z.B. ein Plugin, mit dem sich Bücher schreiben und in virtuellen Buchregalen verstecken lassen.

Auch unsere Game Website Gaiacraft ist aus Open Source Bausteinen aufgebaut und basiert auf dem Framework Joomla in enger Verzahnung mit Mediawiki und Moodle. Durch Plugins ergänzten wir Funktionen wie Blog, Social Network mit individuellen Profilfeldern, Punktesysteme, Erfolge, Medaillen usw. Durch die Modifikation der Sprachfiles vermochten wir „Freunde“ z.B. in „Verbündete“ umzubennen oder den Event Kalender mit Geo Locations in „Geo Quests“, um das Rollenspielgefühl zu verstärken.

14 Tage alt ist die Entwicklung des Projekts zu diesem Zeitpunkt. Bisher arbeiten 7 Jugendliche daran mit. Dabei gehört die Entwicklung des transmedialen Spiels mit seinen vielfältigen Aufgabenbereichen bereits zum eigentlichen Spiel. Denn  Gaiacraft bedeutet: Schöpferisches, Kreatives Handwerk…

http://www.gaiacraft.de

Medienwerkstatt im Jugendhaus Freiraum – Arbeit an GaiaCraft

Filmen in Second Life

Tipps und Tricks für Machinima Filmprojekte in Second Life.

Für die Goethe Universität Frankfurt drehe ich momentan einen Video Trailer für das inter-religiöse Bildungsprojekt SL-Quests. Dabei finde ich langsam wieder in das Second Life Machinima Filmen und teile ein paar kleine Techniken zu Vorbereitung und zu den Kameramöglichkeiten.

Vorbereitung – Video / Screen Capture Software

Hierfür gibt es den kostenlosen WeGame Client auf http://www.wegame.com/ mit dem man in drei verschiedenen Qualitätsstufen aufnehmen kann.

Persönlich bevorzuge ich Fraps, das für 37$ und Updates auf Lebenszeit auf http://www.fraps.com erhältlich ist. Mit Fraps kann auch vom Desktop oder Browser aufgenommen werden. Ein Vorteil ist die Anzeige der aktuellen Framezahl. Merken wir in Second Life, dass die Framezahl konstant niedrig ist, wird das Video sehr hackelig. Es empfiehlt sich dann eine Verbesserung der Grafik Einstellungen für eine höhere Framezahl. (Recht flüssig z.B. 25-30 Frame per Second)

Die Screencapture Software sollte vor dem Start von Second Life geladen werden. Die Aufnahme wird mit dem Hotkey, der in den Einstellungen definiert wurde aktiviert. Achtung: Auf Doppelbelegungen achten, damit wir beim Starten der Aufnahme nicht gleichzeitig einen Luftsprung machen 😉

Grafik Einstellungen Second Life:

Gerade wenn wir keinen Highend Rechner für unsere Aufnahmen haben, sollten wir an den Grafik Einstellungen schrauben, bis wir recht flüssig im Second Life unterwegs sind. Zu finden im oberen Second Life Client Menü unter: Ich/Einstellungen/Grafik. Gerade bei älteren oder mobilen Grafikkarten in Laptops empfiehlt sich das de-aktivieren der „Shader“.

Interface ausblenden:
In der Regel sind die Menüanzeigen, Chat Fenster, die Seitenleiste, Infos über den Köpfen usw. nicht interessant für unser Video. Mit dem gleichzeitigen Drücken von Strg-Alt-F1 blenden wir alles Überflüssige aus. Nochmals gedrückt kehren wir wieder in die Normalansicht zurück.

Kameratechniken:
Hier heißt es „Rumspielen und Testen“. Verschiedene Optionen für unsere Kamera gibt es im Second Life Client im unteren Menü auf dem Button „Ansicht“. Hier sind besonders die Optionen unter dem Kamera Symbol „Kameramodi“ interessant. Mit der Objektansicht lassen sich z.B. spannende Kamerafahrten inszenieren, die bereits aus großer Distanz begonnen werden können – ohne, dass ich unser Avatar dabei bewegen muss. Dazu halten wir die linke Maustaste gedrückt, nachdem wir einen Center anvisiert haben. Durch das „Vor- und Zurückziehen“ und „Drehen“ der Maus entstehen interessante Fahrten und Winkel.

Viel Spaß beim Spielen und Ausprobieren ! 🙂

Internet Seelsorge, Jugend Medienarbeit und das Leben im Zelt

Zwei Artikel von mir sind im September und Oktober im  monatlichen eZine der http://www.internetseelsorge.de erschienen:

Mit der städtischen Jugendförderung  Witzenhausen experimentierte ich mit verschiedenen Jugend Medienbildungsprogrammen. Eine regionale Small Community Plattform, Web Design Workshops und eine Game Design Ferienwoche waren Bestandteil der globaldörflichen Medienreise. Darüber werde ich in einem eigenen Artikel berichten. Vorab lohnt sich ein Hyperjump zum http://www.whouse.de

Im September bezog ich das Zelt unten im Bild. Raus aus der Stadt – raus aus dem fast permanenten „plugged into the media space“ – verführerisch mit einer 2.5Mbit Wireless Verbindung zum Netz der Netze.

Der Kaufunger Wald – ein Mittelgebirge und weiträumiges Naturschutzgebiet – magische Mischwälder und ein Hauch vom ehemaligen Urwald.
Hier konnte meine Seele wieder Kraft trinken und mein Geist geriet aus seinem städtischen „Information Overload“ und dem Burnout, das im August folgte.

zeltleben

Foto-0067
Zelt Innen
Naturwege
Naturwege
Saftiger Weitblick
Saftiger Weitblick
Herbstzelt - Beim Abbau Anfang November
Herbstzelt - Beim Abbau Anfang November

„…bis in die entferntesten Länder der Erde“ – Seelsorge in komplexen Medienökologien

Eine minimalistische Homepage – endlich

Schon verrückt. Als Webdesigner & -Developer habe ich eine beträchtliche Menge an Sites im Media Space, doch eine fehlte bisher: Eine private Homepage.

WordPress fand ich schon immer sexy &  pötisch (man erinnere sich an den alten WP Slogan: Code is poetry). „Halte es retro-minimalistisch & baue deine Homepage in der Mittagspause“ setzte ich mir heute als Quest. Die Pause ist um – die Site feddisch! Jetzt geht´s wieder an die Projektarbeit.

Quest: accomplished

Bloggen auf WordPress.com.

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