CD ROM´s sind uns als „nur Lesen“ Medien wohl bekannt – (ROM=Read Only Memory)

Wortspielerisch lesen wir für diesen Artikel das ROM als „Read Only Medien“. In meiner Teenager Zeit (heute 34) gab es für uns nur die ROM´s

alte medien
alte medien

Da produzierte also eine Medienindustrie über drei Fernsehprogramme, das Radio und die Zeitung “Einweg-Medien” für uns als voneinander getrennte Masse. Wir waren beschränkt auf die Rolle als Medienkonsumenten, mussten “essen”, was uns vorgesetzt wurde,  konnten nicht antworten und nicht mit anderen Medienkonsumenten über das Medium kommunizieren.

Der Einzug des World Wide Webs, die sinkenden Kosten verschiedenster Endgeräte, die steigende Bandbreite und verfügbaren Werkzeuge zur Medienerstellung haben zu einer rEvolution der ROM´s zu den RW Medien – den Lesen/Schreiben Medien geführt:

Die Neuen MedienDie Medienindustrie und die Medienkonsumenten – die „Professionals“ und „Laien“ teilen sich nun einen gemeinsamen Mediaspace, in dem sie miteinander und über verschiedenen Endgeräte verbunden sind. Medienkonsumenten können nun Medien lesen und schreiben – oder lernen zumindest das „Schreiben“. Wer früher einen 3 Minuten Videoclip weltweit senden wollte, brauchte einige Millionen flüssiger Finanzen und die rechten Beziehungen.  Heute sendet man für weniger als einen Cent (anteilig an den Internet Kosten) seinen Clip in das weltweite Medium.

Die dritte rEvolution findet augenblicklich statt: die RWR Medien: Read/Write/Remix Medien. Bleiben wir im Beispiel beim Medium „Video“.

Nehmen wir an, wir möchten eine bestimmte Message, eine Geschichte, oder Wissen über Video/WebTV verbreiten. Das Komponieren von Musik, das Abdrehen der Videosequenzen und Erstellen von Grafiken ist viel Aufwand.

Die heutige Mediengeneration macht es sich einfacher. Sie will schnell und in einer Freizeitaktion eine Message verbreiten und re-mixt dabei einfach v0rhandene Medien. Musik/Soundtrack von dort, Grafiken von da, Videos von drüben, hübsch gemischt mit eigenen Voice overs und kurzen, eigenenVideosequenzen. In wenigen Stunden ist das Werk vollbracht und publiziert.

Dabei werden nur sämtliche Copyright Gesetzte verletzt und manchmal verfolgt.

http://creativecommons.org/ hat es sich vor bereits einigen Jahren zum Ziel gesetzt, eine Copyright Erweiterung einzuführen, in dem Urheber das Recht haben, ihre Werke z.B. für nicht kommerzielle Weiterverbreitung und Nutzung in eigenen Medienwerken zu gestatten. Wikipedia z.B. stellte im letzten Monat alle Artikel und Medien auf die Creative Commons Share Alike Lizenz um.

Medien können durch ein erweitertes Copyright Verständnis (a right to copy) zu Medienbausteinen neuer Medien werden. Die Produktionszeit für professionelle Medien sinkt  so enorm – die Möglichkeit „einfacher“ Bürger, ihre Message mit professionellen Medienbausteinen zu gestalten und zu verbreiten steigt enorm. Freie Kultur = Hyperevolution kultureller Bausteine. Read>Write>Remix