Digitale Ermüdung & die organische Umgestaltung

Formen, Farben, Düfte, Texturen, Geschmack…

Einmal mehr stehe ich staunend vor den Zutaten – dieser Vielfalt an organischen Lebewesen.

Gemeinsam leben wir in einem faszinierenden Ökosystem in einem gigantischen Kosmos.

Wenn ich sie gleich “verarbeite”, sie verwandle und meinem Leib zufüge werden sie durch ein komplexes Verfahren aufbereitet, analysiert, verdaut, meinem Körpersystem als Bausteine hinzugefügt.

Was für ein unglaubliches System wird mir einmal mehr staunend bewusst. Eine “Software” & “Hardware”, die seit Milliarden von Jahren läuft, sich updated, upgraded und die Bedinungen geschaffen hat unter denen ich und wir leben.

Ich schneide die Zutaten in Komponenten, verwandel sie mit anderen Zutaten unter Hitze und Wasser in ein visuelles Menü, das schon bald in meine Nase, meinen Mund, meine Verdauungsorgane tritt.

Die Technik des Kochens…über Jahrtausende entwickelt und von Generation zu Generation übertragen.

Nach dem Essen klappe ich mein Powerbook auf und widme mich für die nächsten Stunden dem Webdesign & Development – allein “hinter” dem Rechner. Meine Interaktion mit dieser unsichtbaren Materie “Information”, die sich in ihrem digitalen Medium mit Lichtgeschwindigkeit bewegt ist Visuell, Hand-Motorisch und Immersiv.

Auch diese “Digitale Umwelt” ist faszinierend – verblasst aber gerade im Vergleich zum oben beschriebenen System. Die Digitale Arbeit saugt zunehmend Energie und macht mich krank.

Meine ohnehin schon starke Skoliose verschlechtert sich, meine Augen ermüden schneller und verlieren ihre Sehleistung. Eine geistige Erschöpfung nimmt zu – Erfüllung geht abhanden. Die Geschwindigkeit in der hier alles läuft macht mich träge. Erzwungene Entschleunigung. Mein Immunsystem lässt nach, Krankheiten häufen sich. Depressive Episoden nehmen in ihrer Frequenz und Intensität zu.

Zurück im Garten, Zutaten sammelnd, micht erneut dem “alchemistischen” Kochen widmend atme ich auf und ein. Ja, das hier erfüllt micht gerade. Bauch & Seele.

Ich muss die Reissleine ziehen und von meinem dominant Digitalen Arbeitsleben Abschied nehmen, das ich im Februar bereits zeitlich reduzierte. Aber es reicht nicht. Nach den vielen Jahren muss ich sie erst einmal so gut wie ganz einstellen.

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