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André Boeing / Cyberhippie

Monat

März 2011

Verweigerung die Sinn macht ?!

„9: Verweigerung der Rückkehr: Der Held zögert in die Welt des Alltags zurückzukehren.“

9. Station  im Zyklus der mythologischen Heldenreise nach Joseph Campbell

Das Festland Sapientia ist ein Sonnenreich atemberaubender, wilder Lebendigkeit.  Die Zeit plätschert hier Tropfen für Tropfen, Moment für Moment. Die Kunst der Langsamkeit prägt die fühlenden Wesen in diesem Land. Sie bewegen sich wie Bäume hochgereckt dem Himmel entgegen – mit Schritten tiefer Verwurzelung in  äonenlanger Schöpfungszeit. Schlichtheit mit ihrer Schwester Einfachheit durchzieht den kulturellen Nährboden….darin weite Vielfalt wächst. Wer mag von diesem Land, dieser Lebendigweise nicht so berührt werden, dass er die alltägliche Welt für immer verlassen will ?….

>> Die Reise bisher >>
I. Startgebiet – Helden Trainingslager Insel – Der Keim
Karte der Charakter Eigenschaften und Fähigkeiten (Soft- & Hard Skills), Talent & Talent Mission statement, Services, Einsatzgebiete
II. Die Dracheninsel – Die Äste
Mission Action Plan, konkrete Aquise und Abschlüsse, Herausforderungen des Alltags (Drachen), „bad habits“, Produktivitätskiller, Kampf oder Zähmen ?
III. Festland Sapientia – Die Wurzeln
Weisheit, Die Kunst der Achtsamkeit, Einfachheit, Schlichtheit, Simplicity, Single Tasking, Die Kunst des Scheiterns, peace of mind, Geistesfrieden

IV. ? ..playing here now..


Segen der Elternschaft und lebenslanges Lernen

Weg der Elternschaft
Weg der Vaterschaft

Der Weg der Elternschaft ist ein besonderes Geschenk. Wie der Baum im Hintergrund wachsen Kinder und Eltern zusammen weiter in die Tiefe und in die Höhe – wenn die Achtsamkeit für ein ganzheitliches Wachstum genährt wird.

Vor fast 11 Jahren begann mein Weg der Vaterschaft (siehe Bild). Wir lehren unsere Kinder den Weg durch das Leben, indem wir selbst lebenslang bewusste Lernende sind. Unsere Art zu Lernen inspiriert unsere Kinder in ihrem eigenen Wachstum.

Achtsamkeit für die eigenen Fähigkeiten und Talente… individuelle, schöpferische  Kreativität….Behutsamkeit in der Kunst des Scheiterns….der Mut, zu experimentieren, spielerisch Projekte und Ideen zu starten… – wenn wir diese Künste lebendig (vor)leben, hilft es uns, sie in unseren Kindern zu nähren…sie in ihrem ganz persönlichen und einzigartigen Weg zu begleiten……

Segen der Elternschaft und die Herausforderung an uns, lebendig lebenslange Lernende zu sein…..

 

 

Gehe, gehe weiter, gehe weit darüber hinaus……

Gehe, gehe, gehe weiter, gehe weit darüber hinaus… – in deinem tiefsten Element sei fest gegründet….

„gate, gate, paragate, parasamgate bodhi svaha“ Buddhistisches Gebet der höchsten Weisheit: Herz Sutra

Der Weg hat mich von der Küste des Festlands Sapientia weiter in das Landesinnere geführt. Dunkelheit und Schatten sind am Horizont zu sehen – doch verweile ich noch ein paar Tage in einer fruchtbaren Oase, bevor ich mich dem nächsten Land stelle…..

Selbst-Management, Lebensoptimierung gemäß meiner tieferen Wünsche, Ziele, Erfolge – sie geben mir das Gefühl, Schöpfer meines Lebens zu sein. Statt Ohnmacht – ohne Macht – bin ich Herr meiner lebensgestalterischen Kraft. Ein Kick wie ein starker Espresso.

Ich spüre, dass die bewussten Entscheidungen, die mein bewusstes Ich zu treffen vermag meinen „Lebensbaum“ mächtig in die Höhe treiben. Wenn aber die Wurzeln nicht gleichermaßen in die Tiefe wachsen, steht der Fall des Baumes mit großer Sicherheit bevor.

Das Festland Sapientia hat mich in dieser Woche eingeladen, neben den gesetzten, gesprochenen, geschriebenen Zielen und Wünschen dem leeren Raum zu lauschen. In der Einübung der Achtsamkeit und im Frieden mit der Kunst des Scheiterns öffnet sich mein bewusstes Ich Impulsen einer tieferen Wirklichkeit und wird befruchtet. Der religiöse Mensch mag sie Gott, Buddha, Allah, usw. nennen. Der Atheist könnte sie als sein tieferes Potential bezeichnen. Wer kann wahrhaft von sich behaupten, seine bewussten Entscheidungen würden das wieder spiegeln, was uns wirklich auf ganzer Linie  „gut tut“ ?

Die erste Woche auf dieser Reise hat meine Äste in die Höhe wachsen lassen. Die zweite Woche meine Wurzeln in die Tiefe. Vor der dritten Woche ruhe ich in einer Oase – verbringe 4 Tage achtsam und gewohnt intensiv mit meinem 10jährigen Sohn, bevor die Reise weiter geht……

Zum Maximum reduzieren – Vom Wert der Einfachheit

„Perfektion ist erreicht, nicht, wenn sich nichts mehr hinzufügen lässt, sondern, wenn man nichts mehr wegnehmen kann.“
Antoine de Saint-Exupéry

In den ersten Tagen auf dem Festland Sapientia wurde ich an einem magischen Teich in der Achtsamkeit und der Kunst des Scheiterns geschult. Ist mein Geist, mein Innernet maximal gefüllt, so ist auch das Wasser des Teichs aufgewühlt und trübe im Wirbel der vielen Partikel darin. Lasse ich aber meine Gedanken kommen und gehen, einfach beobachtend – nichts weiter –  so sinken auch die Partikel auf den Grund…das Wasser wird klar, rein, köstlich und ich vermag mich mühelos ganz einer Aufgabe zu widmen, die sich im klaren Wasser spiegelt….

Achtsamkeit führt das Operating System (OS) unseres Geistes in eine friedliche Einfachheit. Unsere Central Processing Unit (CPU), unser Hirn, ist nicht mit 1000 Prozessen gleichzeitig beschäftigt und hat so alle Kapazität für die Aufgabe vor uns frei. Der Lüfter schnurrt und brüllt nicht mehr, da er weniger Stress raus pusten muss.

Die innere Einfachheit will auch Außen Ausdruck finden. Die äußere Einfachheit wirkt sich auf die innere aus.  Der überfüllte Windows Desktop wird um einen alternativen, schlichten, wohltuenden Desktop ergänzt (Ubuntu). Die überladene Business Website wird unter dem Aspekt der „Reduzierung auf´s Maximum“ ganz neu entworfen und der Arbeitsplatz wird Ecke für Ecke vom Wirrwarr befreit….

Weiterlesen „Zum Maximum reduzieren – Vom Wert der Einfachheit“

Achtsamkeit und die Kunst des Scheiterns

Achtsamkeit ist ein universelles Geschenk! Wir müssen weder spirituell, noch religiös sein, um von ihr bereichert zu werden.

Unser Geist, unser Bewusstsein ist mit dem Internet vergleichbar – nennen wir es „Innernet“. Ein konstanter Strom vieler Informationen im Social Network unseres neuronalen Netzwerks. Beständig flitzen die Gedanken in vielschichtigen Tabs – planen, imaginieren, analysieren, optimieren, konsumieren, produzieren…..

Die Einübung in die Achtsamkeit lässt uns im Innernet surfen. Wir nehmen einfach die Wellenbewegungen in unserem Bewusstseinsmeer wahr, halten uns nicht zu lange mit einer speziellen Welle (einem Gedanken auf), lassen sie kommen, lassen sie gehen, fallen vom Surfboard, trudeln im Wasser, steigen wieder auf, surfen weiter.

Die Übung der Achtsamkeit braucht keine komplizierten Beinverrenkungen und beeindruckenden Meditationsposen. Wir können auch einfach auf der Couch, im Bett oder in der Badewanne damit beginnen, im Innernet zu surfen. Langsam werden wir uns immer mehr der vielen Nuancen unseres Geistes bewusst. Wir werden bewusster, achtsamer, gelassener.

Die scheußlich schöne Schattenseite der Achtsamkeit ist die zunehmende Achtsamkeit darüber, wie unachtsam wir eigentlich sind. Wie viele Male wir daneben hauen, durch unsere Unbewußtheit jemanden verletzten, einen Ego Trip fahren, Fehler machen, Chancen verpassen, nicht das ausgelebt haben, was wir tief innerlich hätten leben können. Je achtsamer wir werden, desto schlimmer wird es. Nicht verwunderlich, wenn wir uns dann lieber wieder in die Unbewußtheit, den Eskapismus, das „Weg machen“ einüben wollen.

Hier braucht es eine zweite Übung: Die Kunst des Scheiterns. Man verzeihe die vulgäre Analogie: aber wir sind als Menschen erst eine Furzlänge in der Evolution. Wir wissen, dass da noch viel Potential in uns steckt, doch braucht es noch (vieeel) Zeit und Übung, bis sich das Potential voll entfaltet hat. Wir werden scheitern und scheitern – als Individuen, Organisationen, politische Systeme. Kunstvoll Scheitern bedeutet enormes Wachsen. So, wie wir bei der Einübung der Achtsamkeit die Gedanken kommen und gehen lassen, so lassen wir unser beständiges Scheitern kommen und gehen…in der mitfühlenden Selbstvergebung und Vergebung der Anderen.

Achtsamkeit und die Kunst des Scheiterns – hier und heute übe ich sie Schritt für Schritt, von Moment zu Moment weiter ein…….

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